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Pile-Up auf den Faeroer-Inseln (OY) Seite 1

Bericht von Werner, DL4YBZ, mit Unterstützung von Reinhard, DL6YFB.

Pate stand bei der Geburt der Idee der gute alte Schulatlas. Bereits im Dezember 1996 wurden die ersten Schritte unternommen. Im Januar 1997 stand fest: EU 018, die Faeroer-Inseln, sind unser Ziel.

Mitte des Jahres 1997 wollten wir fahren. Wir, das war das Team, das bereits 1996 die Kanalinsel Jersey besucht und vielen Funkamateuren den Präfix GJ beschert hatte, also Jörg, DL3QQ; Reinhard, DL6YFB, Michael, DK6QW, mit Sohn Philipp; und ich, wir wollten es mal wieder wagen. Verstärkt wurde die Gruppe durch Claus-Dieter, DF8QJ, dessen Teilnahme lange mit einem Fragezeichen behaftet war, da für ihn ein beruflicher Reisetermin nach Südostasien auf dem Plan stand. Mitte Januar traf sich die Gruppe, das Reiseziel wurde abgesegnet, die Vorbereitungen wurden intensiviert.

Aus dem Internet wurde alles an Daten gesammelt, was irgendwie nützlich erschien. Am 28.12.96 trafen sich Reinhard und Michael. Es wurden Dutzende von Faxe an alle Touristikbüros auf den Faeroers verschickt. Ca. 14 Tage später setzte dann eine wahre Flut von Rückantworten und Informationssendungen ein. Eine Reihe von Telefonaten mit den Büros folgte, allen wurde unser Vorhaben erklärt, und bei allen trafen wir stets auf offene Ohren, staunende Köpfe und Verständnis für unser Vorhaben.

Ende Januar trafen wir uns erneut. Unterkunft und Reisetermin (07. - 22.06.1997) wurden festgelegt. Wieder folgten endlose Telefonate, da wir uns aus Kostengründen nur mit den Büros auf den Inseln auseinandersetzten. Fähre und Haus wurden bei unterschiedlichen Veranstaltern gebucht. Als alle Bestätigungen vorlagen, setzten wir uns wieder zusammen. Wir besprachen die persönliche Ausrüstung eines jeden Teilnehmers, bestimmten das Amateurfunk-Equipment und entschieden, daß für evtl. Portabelbetrieb auf UKW ein Notstromaggregat mitgenommen werden muß. Längst hatten wir noch nicht alles, was auf den Wunschzetteln notiert war. Tage und Wochen hektischer Betriebsamkeit setzten ein, um die Liste abzuarbeiten, alle uns bekannten Quellen wurden angezapft und 2 Wochen vor der Abreise war fast alles doch irgendwie beisammen.
 
 

Am Vorabend des 07. Juni trafen wir uns und luden die gesamte Ausrüstung in und auf 2 Kombis (es war ein Wunder, aber auch die Akteure fanden noch einen Platz).

Am Morgen des 07.06.1997 ging es los. Wir fuhren Richtung Norden, vorbei an Hamburg, nach Dänemark. Unsere Fähre sollte um 22.00 Uhr MESZ starten. Am Terminal erhielten wir jedoch die Nachricht, daß das Schiff 2 Stunden später eintreffen würde, bedingt durch widrige Windverhältnisse auf dem Atlantik und der Nordsee. Wir hatten also mehr als genug Zeit, uns Esbjerg anzusehen. Unserer hervorragenden Stimmung tat das aber keinen Abruch; was waren schon 2 Stunden bei einer 38-stündigen Überfahrt. Wesentlich mehr Gedanken verschwendeten wir an die Aussage "widrige Winde". Wir aßen gut zu Abend, ließen uns ein großes dänisches Bier schmecken und genossen Hafen und Umgebung. Etwa gegen 22.00 Uhr lief das Schiff ein. Gegen 01.30 Uhr waren unsere Autos im riesigen Bauch der Fähre "Norröna" verschwunden. Nach dem Einchecken suchten wir die gebuchte Kabine auf, die allerdings mit einer ganzen Horde Grünschnäbeln besetzt war. Dafür war nebenan noch Platz genug; allerdings war die Luft wegen mangelhafter Belüftung mehr als schlecht. Wir nahmen noch einen "Absacker" in einer der Bars und gingen dann schlafen.
 
 

Wir genossen während der 38-stündigen ruhigen Fahrt die Annehmlichkeiten des Schiffes, passierten die Shetland-Inseln, standen bei etwa 5 ° C an Deck und hielten Ausschau nach den Faeroer-Inseln.

Morgens gegen 10.00 Uhr sahen wir zum ersten Mal die südlichste der Inselgruppen. Die Insel Suduroy tauchte im Dunst auf und was das für Gefühle in uns hervorrief, läßt sich mit bloßen Worten nur schwerlich beschreiben. Jeder von uns hing seinen Gedanken nach, aber gemeinsam waren wir am Ziel, dem Ziel, das wir vor mehr als 6 Monaten ausgesucht hatten. Langsam wurden wir wach, allgemeine Nervosität setzte ein. Kurzum, wir packten unsere Klamotten und machten uns bereit, das Schiff zu verlassen.
 
 

Wir erreichten wohlbehalten den Hafen der Hauptstadt Tórshavn (mit 16.000 Einwohnern die kleinste Hauptstadt Europas). Mit dem Zoll (die Faeroer gehören nicht zur EG) gab es keine Schwierigkeiten.

Nur Claus-Dieter mußte sich in Anblick der mit den Antennenmasten beladenen Fahrzeugen die Frage gefallen lassen: "You take that all back?" Seine Antwort war: "Yes, because I am an Radio Amateur". Danach durften wir passieren.

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